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Klassifikationssysteme Cerebralparese
Die Wichtigsten in der Übersicht

- beinbetont bilateralBeide Beine betroffen
- beinbetont unilateralEin Bein betroffen
- ganzer Körper betroffenGanzer Körper betroffen
- HemipareseEine Körperseite betroffen
- ElternEltern
Sobald dein Kind die Diagnose Cerebralparese erhalten hat, begegnen dir schnell Kürzel wie GMFCS, MACS, CFCS oder EDACS, oft ohne nähere Erklärung. Dieses Power-up macht dich mit den fünf gängigen Klassifizierungssystemen vertraut: GMFCS für die Fortbewegung, MACS für den Handgebrauch, CFCS für die Kommunikation, EDACS für Essen und Trinken sowie VFCS für das Sehen. Jedes System teilt die Fähigkeiten deines Kindes im Alltag in fünf Level ein, wobei dein Kind in jedem Bereich ein anderes Level haben kann. Anhand von Fallbeispielen lernst du, die Systeme selbst einzuordnen, und erfährst, wie sie euch helfen, realistische Ziele zu setzen und mit Fachpersonen eine gemeinsame Sprache zu sprechen.
Dieses Power-up ist für Eltern.
Er handelt von den Klassifizierungssystemen bei Cerebralparese.Was sind Klassifizierungssysteme?
Cerebralparese zeigt sich bei jedem Kind anders.
Klassifizierungssysteme beschreiben, was dein Kind im Alltag kann.
Sie beschreiben nicht die Diagnose, sondern die Fähigkeiten.Es gibt fünf Systeme
GMFCS: Wie bewegt sich dein Kind? Wie geht es? Braucht es einen Rollstuhl?
MACS: Wie benutzt dein Kind die Hände? Zum Beispiel beim Essen oder Anziehen.
CFCS: Wie gut kann sich dein Kind verständlich machen? Wie gut versteht es andere?
EDACS: Wie sicher und wie gut isst und trinkt dein Kind?
VFCS: Wie gut nutzt dein Kind sein Sehvermögen im Alltag?Fünf Stufen
Jedes System hat 5 Stufen.
Stufe I bedeutet: dein Kind braucht wenig Unterstützung.
Stufe V bedeutet: dein Kind braucht viel Unterstützung.Wichtig zu wissen
Dein Kind hat nicht ein einziges Level.
Dein Kind hat für jedes System ein eigenes Level.
Diese Level müssen nicht gleich sein.Ein Beispiel: Lina.
Beim Gehen braucht Lina viel Unterstützung.
Beim Sprechen braucht Lina fast keine Unterstützung.
Beide Aussagen stimmen gleichzeitig.Wer bestimmt das Level?
Das Level wird nicht in einem Test ermittelt.
Es wird durch Befragung bestimmt.
Du als Elternteil kennst den Alltag deines Kindes am besten.
Darum bist du eine wichtige Informationsquelle.Wozu sind die Systeme gut?
Sie helfen, realistische Ziele zu setzen.
Sie helfen dir, mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeut:innen zu sprechen.
Sie zeigen, wo dein Kind schon stark ist und wo es Unterstützung braucht.Das Wichtigste
Das Level ändert sich in der Regel nicht.
Aber innerhalb des Levels sind Fortschritte möglich.
Die Systeme sollen dein Kind nicht einordnen, sondern euch beiden helfen.